In der Gemeinderatssitzung am 26. März wurde der Rechnungsabschluss 2025 behandelt und einstimmig beschlossen. Der Bürgermeister freute sich, dass sich das geplante Minus in eine schwarze Null verwandelt hat. Gründe dafür sind unter anderem höhere Kommunalsteuereinnahmen durch die steigende Mitarbeiterzahl bei Innio.
Bei realistischerer Budgetierung, wie wir sie stets fordern, hätten diese Mehreinnahmen zur Bildung von Rücklagen genutzt werden können, etwa für die dringend notwendige Sanierung und den Ausbau der Volksschule.
Der Rechnungsabschluss zeigt erneut, dass die Budgeterstellung in Jenbach verbesserungswürdig ist. Unser Antrag aus dem Jahr 2022 zur Einrichtung eines Budgetausschusses wurde damals leider abgelehnt.
Bei der Aberkennung des Ehrenringes für Dekan Josef Patscheider lagen die Fakten bereits seit 1986 vor. Der Film „(K)einen Ton sagen“ von Georg Lembergh hat das Thema Kindesmissbrauch und Machtmissbrauch wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Betroffene wurden zu lange nicht gehört.
Dass die Verurteilung damals nicht breiter bekannt gemacht wurde, mag der Zeit geschuldet sein, bleibt aber ein Unrecht an Kindern und Familien. Die posthume Aberkennung des Ehrenringes war aus unserer Sicht unverzichtbar.
Der Erhöhung der Gebühren für Kinderbetreuung haben wir zugestimmt, da die Betreiberkosten ebenfalls deutlich steigen. Die letzten beiden Kindergartenjahre bleiben gratis. Bei den Kinderkrippen wurden, so wie bereits im Hort, neue Tarife für Teilbetreuungen eingeführt.
Beim Tratzbergkindergarten kam es zu einem Umdenken. Zusätzliche Kurzzeitparkplätze für Bring- und Abholsituationen wurden beschlossen. Das Ziel, Kinder zu Fuß zu bringen, unterstützen wir, doch das Angebot muss sich auch an den tatsächlichen Bedürfnissen orientieren.
Warum nicht gleich ausreichend Stellplätze eingeplant wurden, bleibt offen. Der Punkt „Vermietung Gastronomiebetrieb VZ Jenbach“ wurde nach längerer Diskussion abgesetzt. Der Vertragsentwurf wurde bis zur letzten Sekunde geheim gehalten. Dadurch war uns eine inhaltliche Vorbereitung nicht möglich.
Eine eigene Sitzung wurde kurzfristig für den 2. April 2026 um 18 Uhr angesetzt.