Entwicklung Leitner-Areal

Bei der Beschlussfassung zu einer Stellungnahme zum Bebauungsplan Leitner-Areal waren wir einigermaßen erstaunt.

Aus dem Gemeinderat

Beim ersten Beschluss 2015 wurden vom Gemeinderat drei große Baukörper ermöglicht, in denen aber nicht vorwiegend Wohnraum als Ziel angegeben wurde, sondern es wurde ein Mix aus Geschäftsräumlichkeiten, kommunaler Nutzung (Räume für Musikschule), ev. Gastro und auch Veranstaltungsräume diskutiert, um (neue) Anziehungspunkte im Ortszentrum zu schaffen. Das Projekt, das nun vorliegt, ist ein gänzlich anderes, es soll wohl v.a. Wohnraum geschaffen werden.

Dass in der 3-D-Animation des Bauträgers das Postamtsgebäude (steht im Eigentum der Gemeinde) durch einen Neubau ersetzt wurde, überraschte uns dann noch mehr. Was in diesem Gebäude alles an Funktionen geplant ist, konnte in der Gemeinderatssitzung nicht näher eruiert werden. Der Verkauf eines Gemeindegebäudes an einen Bauträger kommt für uns aber nicht in Frage. Auch die Aufenthaltsqualität im Zentrum muss auf jeden Fall noch genauer in den Blick genommen werden – inkl. Freiflächen, Geh- und Radwegen.

Bilder: Visualisierung der geplanten Verbauung “Leitner Areal” direkt neben dem Gemeindeamt, gegenüber der Pfarrkirche

“Mit den historischen Gebäuden reißen wir auch unsere eigenen Wurzeln aus. Wollen wir das?” Das ist ein Zitat eines Jenbacher Bürgers. Es ist oft so, dass man in der eigenen Gemeinde oft die Besonderheiten von Gebäuden kaum wahrnimmt – im Bild der Eingangsbereich der Metzgerei Leitner – aus dem 19. Jahrhundert, sogar die ursprüngliche Hausnummer ist noch zu sehen. 2. Bild: Das Gebäude der Metzgerei Leitner mit Giebeldach, Bögen, Schaufenstern und Balkon hat bisher das historischen Ensemble des Ortszentrums bestimmt. Es ist noch nicht zu spät, in der Planung darauf Rücksicht zu nehmen.

4 Responses

  1. Liebe Freunde in jenbach .Ich als Bürger von jenbach, wünsche mir einen Kirchenwirt. Mit einen erfahrenen Wirt .Kein Schnik schnak . Sondern Tiroler Küche .MIt einen Gastgarten. Wir dürfen keine Wohnungen bauen für Innsbrucker ,sondern für unsere Jugend. Lg Daniel

    1. Vielen Dank für die Anregung. Wir werden diesen konkreten Wunsch auch im Bauausschuss und im Ortsbelebungsausschuss einbringen und wieder einmal darauf drängen, dass endlich im Gemeinderat gemeinsam ein nachvollziehbares Konzept entwickelt wird, was im Zentrum von der Bevölkerung als wichtig erachtet wird. Wir haben die Ausschüsse dazu eingerichtet und wir setzen uns dafür ein, dass nun auch schnell Taten folgen.

  2. So wie sich das Leitner Areal derzeit darstellt kann es auf keinen Fall bleiben! Ein wahrer Schandfleck.
    Eine Renovierung mit Erhaltung der Struktur mit passender Einbindung von Moderne wäre wünschenswert. Man muss bedenken dass das Gebäude der Post und der Anbau der Metzgerei ja auch nicht historisch ist. Ein GUTER Architekt müsste da doch etwas geschmackvollen daraus gestalten können. Übrigens neu muss nicht immer hässlich sein.
    Mir gefällt z.B. das neue Ortsbild von Wiesing sehr gut, obwohl ich es mir anfangs auch nicht vorstellen konnte. Wichtig wäre das endlich einmal begonnen wird.

    1. Vielen Dank für die Rückmeldung. Wir setzen uns dafür ein, den Bestand zu analysieen und auch zu hinterfragen – was soll und kann erhalten werden und vor allem müssen wir uns darauf einigen, was wir im Zentrum machen wollen. Wohnen, Gastroangebot, Märkte, Geschäfte, Dienstleistung, ein Ärztehaus – und das alles muss auch mit einem neuen Verkehrskonzept betrachtet werden.

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Beitrag online erstellt von:
Julia Zingerle

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